Mit der Öffnung weiter Teile des Handels erfolgte am Dienstag der erste Schritt der „Phase 2“, wie es die Regierungsspitze nannte. Heute, Mittwoch, wurde der zweite präsentiert. Demnach sollen Stätten für Freizeitsportarten, bei denen der Mindestabstand eingehalten werden kann und die im Freien ausgeübt werden, ab 1. Mai wieder geöffnet werden.
Dies betrifft etwa Tennis, Golf, Pferdesport, Bogenschießen, Leichtathletik etc. Hier wird es die ersten Ausnahme vom Betretungsverbot geben, kündigte Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler an.
Die Regierung könne aber nur die Rahmenbedingungen schaffen – man wolle „nicht jeden Zentimeter des Sports regeln“, sagte Kogler. Gleichzeitig appellierte er aber an die Verbände, Empfehlungen herauszugeben, die zu ihren Sportarten passen und die mit den allgemeinen Regeln – Sicherheitsabstand, Hygiene etc. – korrespondieren.
In Sportarten, die indoor ausgeübt werden, gelten diese Ausnahmen vom Betretungsverbot noch nicht – es sei denn, es handelt sich um Spitzen- also Berufssportler, die sich auf Wettkämpfe vorbereiten müssen. Allerdings müsste es dort noch strengere Bestimmungen bezüglich der Abstandsregeln – etwa mindestens zwei Meter zwischen den einzelnen Personen, mindestens 20 Quadratmeter pro Person – geben.
„Bundesliga muss sich selbst um Testungen kümmern“
Sport mit Zuschauern sei nach wie vor nicht erlaubt, betonten Kogler und Innenminister Karl Nehammer, hier gebe es auch noch keine zeitliche Perspektive.
Eine Sondersituation ist freilich der Fußball, in dem Geisterspiele derzeit heftig diskutiert werden – es wird wohl die einzige Möglichkeit sein, die Saison fertigzuspielen und somit nicht um wertvolle TV-Einnahmen umzufallen.
Hier wolle die Regierung „nicht im Wege stehen“, sagte Kogler, allerdings seien solche Spiele nicht ohne Testungen und Isolierungen von Spielern und Betreuern sowohl bei den Trainings, die in Kleingruppen stattfinden könnten, als auch vor den Matches denkbar. Die Bundesliga müsse sich selbst darum kümmern, betonte Kogler; öffentliche Mittel werde es dafür nicht geben.
Mit der grundsätzlichen Möglichkeit gibt die Regierung damit aber auch den Rahmen für den Fußball – freilich nur für die erste Bundesliga – vor, innerhalb dessen sich die Verbands- und Vereinsvertreter über den weiteren Fahrplan unterhalten können.
Am Mittwochnachmittag berät das Präsidium des österreichischen Fußballbundes ÖFB, am Donnerstag die Bundesliga. „Ob das für die Liga lukrativ ist – und was passiert, wenn ein Infektionsfall auftritt, muss sie sich selbst überlegen“, sagte der Vizekanzler. (art)
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