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Die Warmblüter Archi, Lady und Poncho haben ihr Paradies auf Erden gefunden: eine 15 Hektar große Anlage mit Futter satt, viel Freiraum zum Laufen und ein paar entspannten Artgenossen. Ihre Besitzer haben für sie einen Platz in der Pferdepension Rux in Zehlendorf ergattert. Idylle pur unter einem weiten Himmel. Kein Hopp Hopp, sondern ein relaxter Alltag. Früher waren sie teils aktive Sportpferde. „Doch Reiten ist jetzt hier kein Muss mehr“, sagt Burkhard Rux (56), der mit seiner Frau die Anlage betreibt.
Familie Rux kümmert sich seit 2005 um „Freizeitpferde und Oldies“, wie es auf der Homepage heißt. Von ihren Schützlingen sind die meisten um die 20 Jahre alt. Zum Vergleich: Ein Pferd hat eine Lebenserwartung von rund 30 Jahren. Aber: „Wir haben hier auch einen Wallach, der ist bereits um die 30, aber noch richtig gut drauf und sehr charmant zu den Stuten“, so Burkhard Rux.
„Alle uns in Obhut gegebenen Pferde betrachten wir wie unsere eigenen, als Familienmitglieder und Weggefährten. Innerhalb einer Gruppe sollen die Pferde dabei vom Wesen und Alter zusammenpassen, miteinander harmonieren, sich rundherum wohl und sicher fühlen“, erfährt man weiter auf der Homepage. Wenn man live vor Ort ist, bestätigt sich genau dieses Versprechen.
Aktuelle Hitze macht den Pferden nichts aus
Aber was passiert eigentlich, wenn ein Pferd plötzlich todkrank oder lebensmüde wird?
„Bisher sind erst drei Tiere gegangen, seitdem wir die Pension vor knapp 15 Jahren ins Leben gerufen haben“, sagt Burkhard Rux. „Man merkt, wenn ein Pferd keine Lust mehr hat oder nicht mehr kann. Dann holt man den Tierarzt, und der muss es erlösen.“
An einen Vierbeiner erinnern sich die Betreiber noch genau: „Wir hatten zum Beispiel mal ein Pferd, das permanent kleine Herzinfarkte bekam und daraufhin stolperte und sich verletzte. In dem Fall war es besser, der Qual ein Ende zu bereiten.“
Das Pferd, das mittlerweile am längsten in der Zehlendorfer Pension mit der Adresse Schäfereiweg 3 lebt, ist seit zehn Jahren da.
Die aktuelle Hitze macht den Tieren insgesamt übrigens nichts aus, denn Pferde sind Steppentiere. Wenn Fliegen überhandnehmen, stellen sie sich einfach zusammen und wedeln mit den Schwänzen.
Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee, ein Altersheim für Pferde zu eröffnen?
„Wir kommen ursprünglich aus Berlin und haben damals ein kleines Häuschen für uns und unser Pferd gesucht“, antwortet Burkhard Rux. „Dann haben wir hier eins gefunden, jedoch war es nur in Kombination mit dem großen Grundstück zu haben, das damals noch ein Acker war. Wir dachten: Daraus machen wir etwas Schönes für Pferde. Ganz langsam haben wir dann angefangen und viel über die Jahre hinweg gelernt. Durch Learning by Doing sind wir dabei gelandet, ein Altersheim für Pferde zu betreiben. Denn meistens haben ältere Pferde auch entspannte Besitzer, und genau das ist es, was wir wollen. Weg vom Stress. Natürlich grummelt man schon mal, wenn giftige Kräuter von Wegen entfernt werden müssen, aber alles in allem haben wir uns hiermit einen Traum erfüllt.“
Pension Rux versorgt die Pferde rundum
Für 230 Euro pro Monat kann ein Pferd bei den Rux’ unterkommen und wird rundum versorgt. Inklusive sind Futter, Offenstallhaltung und täglicher Weidegang. Extras kosten zusätzlich. Wer keine Zeit hat, sein Tier täglich zu besuchen, weiß es bei den Rux’ in guten Händen. Denn sie sind immer da. Auch, wenn andere in den Urlaub fahren.
„Für uns ist die Arbeit auch eine Art Urlaub. Ich weiß noch, als wir einmal für ein paar Tage wegfahren wollten. Es war logistisch so zeitaufwendig. Wir haben fünf Leute geholt, die uns zwei vertreten sollten. Aber Tag und Nacht waren wir in Gedanken nur bei den Pferden. Also bleiben wir lieber gleich hier.
Eine Reitanlage gibt es allerdings nicht, auch keine Reitbeteiligung, kein Café oder ähnliches, denn: „Wir möchten ein Altersheim für Pferde sein und keinen Wochenendurlaub für Besitzer anbieten.“ Spinde für Reitutensilien und eine Sattelkammer stehen zur Verfügung. Zudem gibt es die Möglichkeit, vor Ort zu übernachten im Landhaus Rux, ohne Verpflegung.
Einziger Wermutstropfen: Es führt keine asphaltierte Straße direkt zur Pferdepension, sondern nur ein staubiger Feldweg, der von der Schmachtenhagener Straße abzweigt. „Das stört uns schon, denn die Stadt will angeblich seit Jahren eine Straße bauen, aber es fehlen angeblich immer wieder die Gelder“, sagt Burkhard Rux. „Stattdessen wird der Weg hier jedes Jahr erneuert, Schlaglöcher werden ausgebessert. Ob das unbedingt günstiger ist als einmalig eine Straße zu bauen, ist fraglich. Wir hoffen, dass die Straße noch 2019 gebaut wird.“
Mehr Infos zur Pferdepension Rux in Zehlendorf
Oldies und Freizeitpferde sind in der Pferdepension Rux willkommen, die sich auf 15 Hektar am Schäfereiweg 3 in Zehlendorf befindet.
Die Kosten für ein Pferd belaufen sich auf 230 Euro pro Monat.
Dazu gehören Futter, täglicher Weidegang und Offenstallhaltung.
Auch eine Sattelkammer und Spinde sind vorhanden.
Mehr Informationen
: www.pferdepension-rux.de
Von Caroline Werner
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